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Hundertdrucke

Mit seinen Drucken für die Hundert setzte sich Hans von Weber ein verlegerisches Denkmal. Einer Idee des mit ihm befreundeten Münchner Antiquars Emil Hirsch folgend, gab Weber eine streng auf 100 Exemplare limitierte Reihe literarischer Werke auf Subskription heraus. Die Subskribenten, genannt „Die Hundert“, waren ein handverlesener Zirkel von Kennern, die sich zur Abnahme verpflichteten und von denen jeder seine persönliche Nummer...

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Avalundrucke

Zu einer Zeit, in der sich bereits die ersten Künstler, Literaten und Kulturschaffenden in Richtung Schweiz, Italien und Südfrankreich orientierten und der aufkeimende Nationalsozialismus das kulturelle Leben in Deutschland massiv zu beeinträchtigen begann, unternahm eine Handvoll altgedienter und bewährter Bibliophiler ein gewagtes Projekt, das sich zum letzten erfolgreichen großen Buchkunst-Projekt der Zwanzigerjahre entwickeln...

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Hyperion, eine Zweimonatsschrift.
Apr16

Hyperion, eine Zweimonatsschrift.

Seit kurzem macht er sein Recht auf jenen Platz in meinen Regalen geltend, den ich schon lange für ihn reserviert habe: der Hyperion. Von 1908 bis 1910 war die von Franz Blei, Carl Sternheim und Alfred Walter Heymel herausgegebene „Zweimonatsschrift“ das tonangebende Blatt in der deutschen Bibliophilenszene. Dann wurde sie eingestellt. Schade, dass es ihn heute nicht mehr gibt – er zeigt einige Merkmale, die ihn auch heute noch...

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Bucheinbände in Menschenleder – über Geschmack lässt sich streiten
Mai09

Bucheinbände in Menschenleder – über Geschmack lässt sich streiten

  Paul Kerstens kulturelle Großtat Im Jahre des Herrn 1911 setzt sich der vielgepriesene Nestor der deutschen Kunstbuchbinderei Paul Kersten (1865–1943) ein Denkmal der ganz besonderen Art: Im Auftrag des Eugenikers Hans Wilhelm Carl Friedenthal fertigt er eine Brieftasche und sechs kunstvolle Bucheinbände in Menschenleder. Friedenthal hatte ihm zu diesem schönen Zweck zunächst ein Stück Haut im Format 65 x 80 cm zur Verfügung...

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